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Meine Form ist super
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Auch wenn es das Ergebnis nicht vermuten lässt, habe ich mir im Mannschaftszeitfahren viel Motivation für morgen geholt. Meine Form ist super. Ich fühle mich zum ersten Mal richtig fit in dieser Saison. Und ich würde sogar sagen, dass ich mit solchen Beinen schon Weltmeister geworden bin. Das Zeitfahren morgen ist nicht sehr lang und der Berg vor dem Ziel ist ziemlich steil, also muss ich alles daran setzen, auf den ersten Kilometern so viel herauszufahren, wenn möglich Bestzeit bis zum Einstieg, dass ich mich irgendwie noch über den Berg rette, um in Medaillennähe zu kommen. Realistisch gesehen sind morgen aber Fahrertypen wie Dumoulin und Froome favorisiert.

Noch mal rückblickend auf das Teamzeitfahren sind wir natürlich nicht mit dem Ergebnis zufrieden. Ohne, dass es negativ für die Mannschaft klingt, war das Leistungsgefälle zu hoch, als das wir harmonisch richtig schnell fahren konnten. Ich war die Zugmaschine - so wie es auch sein soll. Aber anders als im flachen Terrain, wo man sich hinten etwas erholen kann, war es auf dem Kurs auch hinten anstrengend und vielleicht sogar etwas zu sehr für einige, wenn ich die Führungen über die Wellen gefahren bin. Aber wie gesagt, wir wollten hier eine Standortbestimmung, um zu sehen, wo wir stehen und woran wir arbeiten müssen. Ich habe mir das jetzt angesehen und wir werden sicher bald konkurrenzfähig sein.

Nachher überrasche ich noch kurz meine Freundin und mein Töchterchen am Flughafen, der nur drei Kilometer vom Hotel weg ist. Dann drücke ich sie noch einmal richtig und hole mir das letzte Stückchen Motivation für morgen. Ich lasse es auf jeden Fall krachen, so gut es geht. Euer Tony.

Foto: roth-foto.de

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